WordPress-Integration (ERP, CRM) – Vergleich mit anderen CMS-Systemen

WordPress-Integration mit ERP und CRM – Den Vergleich mit anderen CMS-Systemen braucht WordPress nicht zu scheuen. Aufgrund eines Kommentars von Jörg möchte ich gerne tiefer auf den Vergleich mit anderen CMS und die Integration von WordPress in andere Systeme eingehen. Dies ist sicherlich kein Anfängerthema, aber der Artikel soll Anfängern helfen sich für das für sie individuell am besten passende Content-Management-System (CMS) zu entscheiden.

Ausgangspunkt für diesen Artikel

Ich gehe von den von Jörg im Kommentar genannten angeblichen Schwächen von WordPress aus und zeige entsprechende Lösungen für seine Probleme auf. Ich freue mich über weitere Kommentare zu diesem Thema, insbesondere, wenn es um vermeintliche Schwächen von WordPress geht. Warum? … weil ich einseits davon überzeugt bin, dass die Grenzen von WordPress in den Fähigkeiten und der Kreativität des Anwenders liegen und zum Anderen, weil durch die Thematisierung von vermeintlichen Schwächen ggf. doch solche aufgedeckt werden können und es dadurch zur Optimierung von WordPress kommen kann, denn bei keinem CMS gibt es eine so große Gemeinschaft von Programmierern und Anwendern, die an der Weiterentwicklung arbeiten und für Anregungen dankbar sind.
Hier kann man den ursprünglichen Kommentar von Jörg nachlesen…

Abkürzungen bzw. Begrifflichkeiten

Ein CMS ist ein Content-Management-System, also ein System mit dem man Inhalte ordnen kann und welches selbst von unerfahrenen Nutzern bedient werden kann. Es ist also “ein System zur gemeinschaftlichen Erstellung, Bearbeitung und Organisation von Inhalten” (Wiki). WordPress, Joomla und Drupal sind solche Systeme, die speziell dazu dienen Websites zu erstellen und zu pflegen.

CRM bedeutet “Customer-Relationship-Management, also die Dokumentation und Verwaltung von Kundenbeziehungen” (Wiki). Einer der Marktführer in diesem Bereich ist z.B. Salesforce. Damit kann das Sales-Team eines Unternehmens, einfach gesagt, seine Sales-Kontakte effizient verwalten und seinen Sales-Erfolg erhöhen.

“Ein ERP-System bedeutet Enterprise-Resource-Planning und ist eine komplexe Anwendungssoftware zur Unterstützung der Ressourcenplanung eines gesamten Unternehmens” (Wiki). Einer der weltweiten Markführer in diesem Bereich ist die deutsche Firma SAP. Mit dieser Anwendungssoftware können alle Funktionen eines Unternehmens abgebildet, verknüpft und optimiert werden.

Ein Shop-System bzw. E-Commerce-System ist hier ein kleiner, mittlerer oder grenzenlos großer Internet-Shop oder E-Shop, der entweder schon im Design (=Theme) des CMS integriert ist oder im Nachhinein durch eine CMS-Erweiterung (=Plugin) nahtlos integriert wird. Beides ist bei WordPress möglich.

Vergleich von CMS-Systemen – WordPress – Joomla – Drupal

Jörg meint man könne solch große Systeme nicht vergleichen. Ich denke, dass ein Vergleich sehr umfangreich wäre. Daher empfehle ich, dass man sich auf seine individuellen Anforderungen konzentriert und einen Experten fragt, was man bei diesen Anforderungen ggf. vergessen hat. Danach schaut man sich bei den besten CMS-Systemen um und versucht herauszufinden, welches dieser Systeme den Anforderungen am nächsten kommt. Meistens sind unter den Top-Anforderungen die Begriffe Verbreitung, Zukunftsorientierung und Support, Anwenderfreundlichkeit, Kosten, Aufwand, Projektdauer, Integrationskompatibilität und Return on Investment (bzw. Messbarkeit) zu finden.
Also frage ich immer individuell, was meinen Kunden oder Kursteilnehmern fehlt und kann ihnen so am besten helfen.

Verbreitung, Support und Kosten von WordPress

WordPress hat mit Abstand die größte Verbreitung und das mit Grund. Man wird unabhängiger von Multimedia-Agenturen und eigene Mitarbeiter oder man selbst können/kann sich schneller einarbeiten, sowohl in den Administrations- als auch in den CMS-Bereich. WordPress ist wie Windows schon fast Standard und man spart, nicht zuletzt durch die für jeden verständliche Menüführung, bei neuen Mitarbeitern Einarbeitungskosten. Durch führende Stellung von WordPress bzgl. weltweite Verbreitung hat man keine Probleme Support bzw. Hilfe zu finden.

Integration und Anknüpfung an ERP und CRM-Systeme

WordPress-Integration (ERP, CRM) - Vergleich mit anderen CMS-Systemen

WordPress-Integration (ERP, CRM) - Vergleich mit anderen CMS-Systemen

Die von Jörg aufgeführten Punkte können ohne weiteres von WordPress erfüllt werden. Ich gebe zu, dass man manchmal die 1-Klick-Installation eines der 10.000 fertigen Plugins bemühen muss, um bspw. ein grenzenloses Nutzer-Rollen-Plugin hinzuzufügen. Das ist allerdings kinderleicht. Eigentlich ist hier der Aufwand größer auf myblogtrainer.de eine Frage nach dem richtigen Plugin zu stellen, als letztlich die die 1-Klick-Plugin-Installation durchzuführen. Und das beste ist, dass man noch nicht einmal eine Agentur für die Einrichtung des Nutzer-Rollen Plugins braucht, also keinerlei Kosten anfallen.

Die vom Kommentator erwähnte Layout-Integration ist bei WordPress übrigens sehr klar vom Inhalt getrennt. Oberflächlich gesehen, könnte es so aussehen, als ob es zu sehr mit dem restlichen Code verknüpft ist (dynamische Integration), was allerdings eher ein Vorteil für ein stimmiges Design darstellt. Im Hintergrund sind Layout und Programmierung glasklar getrennt, was z.B. dazu führt, dass man auch hier mit einem Klick zwischen tausenden von kostenlosen Designs (=Themes) wählen kann. Dabei ändert sich das gesamte Design der Website mit einem Klick und z.B. alle Plugins, Funktionalitäten, CRM- oder ERP-Integrationen bleiben erhalten.

Wenn der Kommentator von CRM und ERP spricht, meint er bestimmt marktführende Lösungen wie Salesforce und SAP. Ich habe selbst mit diesen Systemen gearbeitet und sehe aufgrund der multikompatiblen MySQL-Struktur der WordPress-Datenbank keine Integrationsprobleme. PHP und MySQL, was die grundlegenden Bestandteile von WordPress sind, sind Industriestandard und stellen daher bei der Integration keine Probleme dar.

Auch bei den Shop-Systemen, die für WordPress zur Verfügung stehen, kann WordPress positiv überraschen. Hier gibt es gleich ein halbes Dutzend verschiedener Shop-Systeme, also für jeden Shop-Umfang das richtige. Sie funktionieren sehr schnell und einwandfrei auch wenn man ggf. für die nationalen Anpassungen bzgl. Handelsrecht manchmal besser einen Anwalt hinzuzieht. Weltweit alle handels- und steuerrechtlichen Gesetze hat keines der verfügbaren Content-Management-Systeme von vornherein eingebunden. Da muss man schon selbst die jeweils national relevanten Texte bzw. seine individuellen AGBs einbinden.

Zusammenfassend denke ich wirklich, dass die Grenzen von WordPress in der Kreativität und im Können der Programmierer und Anwender liegen. Damit möchte ich aber Eure Kreativität bei Kommentaren und Fragen nicht stoppen, denn Fragen und Kommentare sind der Anfang eines kreativen Prozesses, der zu neuen bzw. verbesserten Möglichkeiten führt.
Also… schreibe einen Kommentar… , um herauszufinden, ob und was WordPress im Vergleich und bei der Integration mit anderen CMS-, ERP und CRM-Systemen kann.

4 Gedanken zu „WordPress-Integration (ERP, CRM) – Vergleich mit anderen CMS-Systemen

  1. Also 1

    Unsere kleine spezialisierte Firma vertreibt seit mehreren Jahren E-Commerce Themes und mein Fazit wenn es zu ERP-Systemen kommt ist: “gehen würde es schon, aber es gibt halt noch nichts”.

    WordPress basierte E-Commerce Lösungen sind durchaus in der Lage mehrere Tausend Artikel zu verwalten, wenn sich die Entwickler an den Grundsatz “1 WP post => 1 product” gehalten haben.
    Aber wenn es darum z.B. geht mehrere Tausende Artikel als Erstausstattung zu importieren und danach zu verwalten, 5 Bestellungen/Stunde zu verarbeiten und den Wiedereinkauf zu organisieren, dann gibt es mmt. noch keine fertige Lösungen am Markt.
    Sollte jemals einer der Anbieter von WP basierten E-Commerce auch noch ein passendes ERM anzubieten, dann würde es richtig interessant werden.

    Antworten
    1. Chris Andersen

      Die beiden größten E-Commerce-Systeme für WordPress benutzen ja nun für Produkte einen extra Bereich, der unabhängig von Artikels und Seiten läuft. Dort wird jedes Produkt einzeln inklusive Produktbeschreibung angelegt. Willst Du sagen, dass der WordPress-User in Vorbereitung Deiner Lösung gleichzeitig WordPress-Artikel zu jedem einzelnen Produkt führen sollte?

      Aus SEO-Sicht könnte ich das ja noch verstehen, obwohl es hart am Double Content wäre, aber sollte es nicht reichen die Produkte einzeln anzulegen? Ich sehe das Problem noch nicht. Oder habe ich Dich falsch interpretiert?
      BG Chris :-)

  2. Jörg

    Hallo Chris,

    WordPress ist ein sehr gutes Blog-System, und eignet sich hervorragend für “kleinere Webseiten”. Mit kleineren Webseiten bezeichne ich Seiten die von einer Person alleine gewartet werden können. Diese Webseiten beinhalten statische Inhalte und ändern sich nicht sehr häufig. ebenso sind diese Webseite nicht mit anderen Softwaresystem im Unternehmen verbunden und tauschen Daten miteinander aus. Also der Klassiker.

    Für größere Webseiten bzw. Webprojekte wird es schon schwierig mit WordPress, aber nicht unmöglich. Eine Schwäche ist PHP, also die Programmiersprache in der WordPress geschrieben ist. Aber das trifft auch auf Joomnla und Drupal zu. PHP hat auch Vorteile, aber in großen Webprojekten überwiegen die Nachteile. Ich denke auf diesen Punkt muss ich hier nicht näher eingehen.

    –> Vergleich von CMS-Systemen – WordPress – Joomla – Drupal

    Stimme ich dir zu.

    –> Verbreitung, Support und Kosten von WordPress

    Stimme ich dir zu.

    –> Integration und Anknüpfung an ERP und CRM-Systeme

    Stimme ich dir nicht zu. Auf deine Weise begibt man sich schnell in Abhängigkeiten von Plugins.

    Es gibt keine Garantie dass Plugins und Erweiterungen auch weiterentwickelt werden, und nach einem Update oder nach einer Nachinstallation eines anderen Plugins noch funktionieren. Sollte man von einem Websystem, das man auf diese Weise mit einem anderen Kernsystem im Unternehmen verbunden hat Fehler produzieren, dann ist grundsätzlich ganz schlecht und inakzeptabel.

    Man muss hier dazu erwähnen dass Plugin für WordPress nicht von WordPress selbst entwickelt werden, sondern von Privatpersonen, Gruppen und Unternehmen die mit WordPress nichts zu tun haben.

    Aus diesem Grund habe ich die Nachteile die ich aufgeführt habe auf die Kerninstallation von WordPress bezogen.

    Ich denke tiefer sollte ich nun auf diese Thematik auch nicht eingehen. Alle am Markt verfügbaren Content Management Systeme haben ihre Daseinsberechtigung, denn jedes dieser Systeme hat Stärken und Schwächen. Das Wichtigste ist, dass man im Vorfeld weiß worauf man sich einlässt. Denn einfach mal von WordPress auf ein anderes CMS, oder von einem anderen CMS auf WordPress wechseln ist nur über eine komplett neue Webseite möglich.

    Grüß
    Jörg

    Antworten
    1. Chris Andersen

      @Jörg
      wenn Du Dir die Mühe machst in Richtung “WordPress” und Unternehmens-Websites zu googlen, wirst Du feststellen, dass es auch umfangreichste Websites auf Basis von WordPress gibt. Das schöne ist dabei aber, dass diese großen Website-Projekte seit WordPress nicht mehr nur großen Firmen mit hohen Website-Etats vorbehalten sind, sondern wie Du auch selbst sagst leicht von Einzelpersonen betrieben werden können.

      Abhängigkeiten:
      Für kleine Websites sind die Plugins als kostenlose Angebote zu verstehen. Für größere sollte sowieso ein größerer Etat zur Verfügung stehen, womit man dann die Plugins als Ideen zur internen (eigene Programmierer) oder externen (Plugin-Programmierer) Fortentwicklung verstehen sollte. Das ist dann aber OK, denn dann sollte man auch soweit sein, dass sich die Website durch Erträge schon selbst finanziert.

      Das bedeutet, dass man als Firma weitmehr Möglichkeiten finden kann als nur die eigenen PHP-Programmierer oder eine Agentur, nämlich Programmierer, die sich genau mit dem speziellen Plugin bzw. der Funktionalität schon auseinandergesetzt haben und direkt im Thema sind, was die Entwicklungskosten erheblich verringert und dem “kleinen” Pluginentwickler einen bescheidenen Lohn für sein Engagement ermöglicht.
      bg Chris :-)

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