Spam, Fake oder einfach nur schlechte Werbung – Nike & Louis Vuitton

Spam, Fake oder einfach nur schlechte Werbung – Nike & Louis Vuitton – Glücklicherweise haben wir ja mit Akismet ein Antispam-Plugin, welches diese Spam-Kommentare herausfiltert. Trotzdem nervt es, wenn man innerhalb eines Monats ca. 400 Kommentare im Spam-Ordner löschen muss. Dabei geht es noch nicht einmal um Billiganbieter, sondern scheinbar um Werbung für Nike’s Flagshipstore in Frankfurt.

Nike & Louis Vuitton spammen gemeinsam

In der folgenden Grafik kann man anhand der IP-Adresse sehen, dass Nike und Louis Vuitton bei Spam-Kommentaren anscheinend zusammenarbeiten. Natürlich arbeiten sie auch mit alternierenden IP-Adressen, aber trotzdem benutzen sie immer wieder dieselben IP-Adressen-Sätze.

Spam oder einfach nur schlechte Werbung - Nike & Louis Vuitton

Spam oder einfach nur schlechte Werbung - Nike & Louis Vuitton

Warum ist das schlechte Werbung

Einmal ganz davon abgesehen, dass diese Art von Werbung in hoffentlich nicht allzu ferner Zukunft einmal als kriminell eingestuft werden wird, weil nicht nur verschleiernde IP-Adressen genutzt sondern auch wirklich Menschen belästigt werden, ist diese Werbung auch richtig schlecht bzw. nicht nur Image-schädigend. Diese Werbung ist aus folgenden Gründen richtig schlecht:
Kein Feedback:
Da diese ca. 400 Kommentare (in einem Monat!) direkt als Spam erkannt und herausgefiltert werden, erreichen Nike und Louis Vuitton absolut NULL Feedback. Also NULL PageImpressions und NULL Adclicks. Dabei entsteht am Ende der Kette zumindest ein Return on Investment (ROI) von NULL. Also insgesamt eine negative Bilanz, da dieser Werbeetat ja Geld kostet.

Negativer Image-Effekt:
Nun könnte man sagen: Bad News are good News, weil man ja negativ über die beiden Firmen spricht und sie auf diese Art und Weise Aufmerksamkeit erlangen. Hier wird die Aufmerksamkeit aber nicht nur auf die Marken sondern sogar direkt auf den Flagshipstore in Frankfurt bezogen. Das ist ungefähr so als wenn ein Möchtegernsternchen ohne Slip aus einem Taxi aussteigt und weis, dass es dabei von Papparazzi fotografiert wird. Das hat nicht nur negative Aufmerksamkeit zur Folge, sondern auch die Familie des Sternchens leidet in Zukunft unter dem schlechten Image, der negativen Presse und den Papparazzi.

Im Vergleich mit den Kommentaren hier, könnte man sagen, dass diese Art von Kommentar-Kampagnen dazu führt, dass die Nike-Familie, also die Mitarbeiter in den Stores negativ darauf angesprochen werden und sie ihre wertvolle Zeit nicht zum Verkauf nutzen können. Vorausgesetzt die Kunden erscheinen überhaupt noch.

Unehrlich & unseriös:
Die gesamte Kampagne ist unehrlich und unseriös. Die Domain ist offensichtlich Fake, was z.B. bei Nike so aussieht, dass keine klare Zuordnung bei der Top-Level-Domain vorgenommen wird. So kommen sowohl .de als auch .com in der Domain vor. Öffnet man die Seite findet man kein Impressum, dass der deutschen Gesetzgebung entspricht, sondern nur ein Kontaktformular. Klickt man auf in den Warenkorb passiert erst beim dritten Mal etwas und sieht man an das Ende der Seite, findet man einen Link auf ein (laut Google translate) einen chinesischen Statistik-Button.

Ist nun alles Fake? Auch die Schuhe?
Irgendwie hat man ja immer im Hinterkopf, dass Sportschuhe in Asien produziert werden. Außerdem hört man immer wieder von Marken-Piraterie. Ist nun nur diese Nike-Website Fake, auch die Schuhe oder was wird noch alles im Zusammenhang mit Nike gefaked? Was ich damit sagen will: Der negative Image-Effekt kann sich verheerend auf die Marke Nike auswirken. Denn ginge man einmal davon aus, dass in Asien nur produziert, aber nicht gefaked würde, hieße das doch, dass Nike diese Art von Internethandel mit Markenschuhen beliefert, also unterstützt. Dann würde auch der Gedanke nahe liegen, dass Nike zumindest indirekt die gesamte Werbe-Kampagne trägt.

Aber einmal ganz ehrlich. Ich habe ja nun jahrelang für die größten Marken im Internet jegliche Art von Werbung geschaltet. Dabei gingen einige Werbekunden noch nicht einmal das Risiko ein E-mail-Marketing-Kampagnen zu schalten, weil sie allein den Anflug eines Negativ-Images von E-mail-Kampagnen verhindern wollten. Deshalb kann ich mir nicht vorstellen, dass diese Kampagne von Nike oder Louis Vuitton initiiert wurde.
Ich denke sogar, dass Marken wie Nike oder Louis Vuitton solche Kampagnen dafür nutzen könnten etwas für ihr Image zu tun, indem sie massive rechtliche Schritte gegen die Personen einleiten, die hinter diesen Fake-Kampagnen stehen und damit ein Gerichtsurteil erwirken, was allen zeigt, dass es kriminell ist solche Kommentar-Kampagnen zu führen.

Was ist Deine Meinung zu Fake-Kampagnen und Kommentar-Spam? Schreibe einen Kommentar…

2 Gedanken zu „Spam, Fake oder einfach nur schlechte Werbung – Nike & Louis Vuitton

  1. Boris Schäfer

    Aber ist doch mittlerweile (leider) Gang und Gäbe, dass so Reputationen zerstört werden – oder aber Trittbrettfahrer ihren eigenen (Fake) Müll so pushen wollen. Gerade wenn der Store noch ganz neu ist, gibt es ja entsprechend wenig Content dazu.

    Antworten
    1. Chris Andersen

      @Boris
      Ich frag mich halt, warum Google diese unseriös benutzten G-mail-Accounts nicht einfach sperrt… oder profitiert Google in irgendeiner Art und Weise von dieser Art Traffic? ;-) Von diesen unseriös genutzten Gmail-Accounts gibt es wahrscheinlich hunderttausende.
      BG Chris

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